SEO ist nicht tot, es riecht nur komisch!
Wir haben uns mich in den letzten Monaten intensiv damit beschäftigt, wie man Websites fit macht für das Zeitalter der KI. Für uns als Web-Agentur und damit auch für unsere Kunden stellt sich aktuell damit auch die Frage, wie relevant ist klassische Suchmaschinenoptimierung (SEO) heute noch? Von Frank Zappa gibt es das bekannte Zitat: „Jazz is not dead, it just smells funny.“ Genau das lässt sich auch auf SEO übertragen.
Bereits mehr als die Hälfte der Zugriffe auf Webseiten sind ja bereits Crawler, Bots und andere Maschinen. Mit der Einführung von KI-Zusammenfassungen und Chatbots mit Web-Zugriff lesen jetzt auch Large Language Models Webseiten, interpretieren und zitieren diese. Und auch immer mehr Menschen verlassen sich auf die Antworten von Chatbots oder sind bereits mit den zusammengefassten Antworten der verschiedenen KI-gestützten Suchmaschinen zufrieden.
Bei Google AI Overview ist die KI-Zusammenfassung Teil der klassischen Suchmaschinen-Pipeline. Google nutzt dafür seinen bestehenden Index und die bekannten Ranking-Mechanismen. Die generative Antwort wird als zusätzliche Schicht auf diese bestehenden Strukturen aufgesetzt.
Bei ChatGPT ist der Ansatz ein anderer. Die Suche folgt dem Dialog, den der Nutzer führt. Je nach Verlauf können sich unterschiedliche Suchanfragen ergeben, wodurch auch unterschiedliche Webseiten zur Antwortgenerierung herangezogen werden. Die Websuche ist hier eine Ergänzung, um die Nutzeranfrage zu beantworten.
Beide Systeme greifen jedoch auf Suchindizes zurück. Bei Google ist das offensichtlich der eigene Index. Bei OpenAI ist nicht offengelegt, welcher Index genutzt wird, was natürlich ein gewisser Widerspruch zum Begriff „Open“ ist. Klar ist aber, das auch OpenAI auf einen existierenden Suchindex zurückgreift.
Das bedeutet: Wenn eine Webseite nicht im Index ist, kann sie auch nicht zitiert werden. Weder für klassische Suchergebnisse noch für generative Antworten. Die grundlegenden Ranking-Mechanismen bleiben damit weiterhin relevant.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt deutliche Unterschiede. Eine Analyse von Ahrefs aus 2025 untersuchte 1,9 Millionen Zitatenennungen aus generativen Antworten, basierend auf rund einer Million KI-Zusammenfassungen. Dabei lagen 76,1 Prozent der zitierten Quellen in den Top 10 der Google-Suchergebnisse und 9,5 Prozent auf den Positionen 11 bis 100.
Eine weitere Analyse von BrightEdge zeigt ebenfalls eine starke Überschneidung. Der sogenannte Rank Overlap zwischen Suchergebnissen und KI-Zitaten ist in den letzten 16 Monaten deutlich gestiegen, von rund 32 Prozent auf über 50 Prozent. Das zeigt eine enge Verbindung zwischen klassischem Ranking und generativer Sichtbarkeit bei Google.
Bei reinen Answer Engines ist dieser Zusammenhang deutlich schwächer. Bei ChatGPT 4.o liegt die Überschneidung nur bei etwa 4 Prozent. Bei Claude sind es rund 12 Prozent, bei Perplexity AI etwa 15,2 Prozent und bei Google Gemini etwa 11,1 Prozent. Hier zeigt sich, dass andere Mechaniken bei der Auswahl der Quellen greifen.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Bei Google AI Overview ist der Zusammenhang klar. Wer gut rankt, hat eine hohe Wahrscheinlichkeit, auch in den KI-Zusammenfassungen aufzutauchen. Bei ChatGPT und anderen Answer Engines ist dieser Zusammenhang deutlich geringer, aber nicht vollständig aufgehoben.
SEO bleibt damit weiterhin relevant. Einige Praktiken aber, wie Keyword Stuffing, können kontraproduktiv sein. Gutes SEO bleibt die Grundlage, um überhaupt im Index sichtbar zu sein und damit auch die Voraussetzung, um von Large Language Models berücksichtigt zu werden.
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